Besinnungswochenende im Haus Wiesengrund in Nümbrecht-Überdorf

am 13. / 14. Juli 2013

Samstagmorgen

Es hat sich nichts geändert…..Auch diesmal reisten alle am Vormittag voller Vorfreude an; die einen, weil sie schon so oft hier waren, die anderen, weil sie schon so viel Gutes über die Überdorf - Wochenenden gehört hatten.

Nach dem Willkommenskaffee und der Begrüßungsrunde gab unsere Koordinatorin Ulrike Lenhart doch tatsächlich schon die Termine für unsere nächsten Wochenenden hier in Überdorf bekannt: 16./17.8.14; 11./12.4.15 und 2./3.7.16! Auch andere wissen dieses Haus also zu schätzen. Nun folgten ein kurzer Programmüberblick und eine Vorstellrunde.

Nach dem schmackhaften Mittagessen in fröhlicher Runde ging’s dann los!

Wie beim letzten Mal führte uns Gisela Adolphi in bewährter Weise durch das von ihr vorbereitete Programm.

Heutiges Thema: „Ich tue mir gut, ich tue dir gut!“

Hintergrund für dieses Thema ist der Gedanke, dass ich erst für mich selbst gut sorgen lernen muss, bevor ich mich anderen Menschen anteilnehmend zuwenden kann.

  • Wir begannen mit einer von Gisela angeleiteten meditativen Übung: „Das Herz öffnen“. Dazu hörten wir einige Ausführungen aus dem Buch „Heilen mit Liebe“ von Dr. med. Dean Ornish. Das Fazit dieses Buches: Verlässliche liebende Beziehungen sind heilend.
    Insofern ist auch Hospizarbeit, recht verstanden, ein liebevolles Geben und Nehmen. Ich gebe meine Zeit, meine Zuwendung. Wir werden beide gestärkt und beschenkt!
  • Partnerübung: „Wofür lohnt es sich für dich zu leben? – Was ist dir wirklich wichtig?“ Hier ging es um einen persönlichen Austausch zu zweit.
  • Nach der Kaffeepause machten wir eine Entspannungsübung. Wir schlossen die Augen und stellten uns vor, nacheinander unseren eigenen Organen zuzulächeln.
  • Partnerübung: Ich zeichne den Umriss meiner Hand und schreibe in jeden Finger etwas, das in meinem Leben Bedeutung hat. Danach tauschten wir uns darüber wieder mit einem Gesprächspartner aus.
  • Gedanken zum Glück: „Was ist Glück? Wann empfinde ich Glück?“ Es sind eher die kleinen, alltäglichen Begebenheiten, die glücklich machen können, wenn ich sie nur zu bemerken weiß. Widme ich etwas meine Aufmerksamkeit, wird es größer.
    Dazu eine kleine Übung: Jeder schreibt etwas auf, was ihn glücklich gemacht hat, ein kleines alltägliches Glück, was sein Leben in diesem Augenblick ein kleines bisschen reicher machte. Wer wollte, las es anschließend vor.
  • Abschlussübung: Jeder schreibt ein „Elfchen“, das ist ein Gedicht, das aus 11 Wörtern besteht. Das erste Wort sollte jeweils „Hospiz“ lauten.

 

Jetzt lud das herrliche Sommerwetter zu einem Abendspaziergang ein.

Nach dem Abendessen saßen wir in fröhlicher Runde auf der Terrasse. Eva Mantel untermalte unsere Gespräche mit besinnlicher Flötenmusik.

Sonntagmorgen

  • Wir begannen mit einer kurzen Andacht, die Elisabeth Hoffmann ausgewählt hatte: Herrenhuther Tageslosung, Kanonsingen und Gebet.
  • Danach übten wir mit Barbara Kissel wie im letzten Jahr Fingermudras.
  • Ulrike regte uns nun dazu an, in Gedanken eine „Erinnerungskiste“ zu packen: Woran will ich mich an meinem Lebensende erinnern? Der Anblick von welchen Dingen könnte mich erfreuen? Was sollen andere von mir in Erinnerung behalten?
  • Was können wir selber tun, um unser Aufmerksamkeit auf das Schöne in unserem Leben zu lenken? Zum Beispiel jeden Abend für drei erfreuliche Begebenheiten danken oder kleine erfreuliche Tagesereignisse aufschreiben.
  • Als letzten Programmpunkt besprachen wir noch das Kinderbuch „Der kleine Tod“ (Lesung mit Bildern auf Overheadprojektor). Mit dem darin gezeichneten „Sensenmann“ konnten wir alle nicht viel anfangen und fanden das Buch nicht kindgerecht.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen waren sich in der abschließenden Gesprächsrunde alle einig: Es war ein rundum gelungenes, sehr harmonisches und erholsames Wochenende, von dem wir noch lange zehren werden!

Dafür danken wir Ulrike Lenhart und dem Vorstand nochmals ganz herzlich!

Hanne Weißberg